Streetworker und Jugendarbeit

by admin on 28. Juli 2010

Streetworker sind hierzulande nicht erst seit dem Auftritt von Thomas Sonnenburg aus der RTL-Reihe „Die Ausreißer – der Weg zurück“ bekannt geworden. Streetworker sind eine tragende Säule geworden in der mobilen Jugendarbeit. Streetworker sind Straßensozialarbeiter, die an Brennpunkte der Jugendszene, in Kneipen, Parkanlagen, Schulhöfen etc. das Gespräch mit Problemfällen suchen und sich um einen Aufbau regelmäßiger Kontakte bemühen, die auch langfristig gehalten werden sollen. Dabei ist es äußerst wichtig, das Vertrauen der Jugendlichen zu erlangen, sie in allen Situationen zu unterstützen und sich auch von Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen.

Streetworker arbeiten meist weitgehend selbstständig und müssen sowohl hinsichtlich ihrer Arbeitszeiten als auch im Umgang mit den Menschen sehr flexibel sein. Es sollte auch immer beachtet werden, dass der Kontakt zwischen Jugendlichen und dem Streetworker immer auf freiwilliger Basis stattfindet und nie für die Jugendlichen eine Zwangssituation geschaffen wird. Dies würde zu keinerlei Erfolg führen und nur noch größere Ablehnung hervorrufen. Die Arbeit sollte jederzeit transparent sein und mit den Jugendlichen besprochen und gemeinsam erarbeitet werden. Nur so kann es zu dauerhaften Erfolgen in der Jugendarbeit kommen. Alle Gespräche mit den Jugendlichen sollten vertraulich sein und auch eine ständige Unterstützung bei Behördengängen etc. sollte stets gewährleistet werden. Streetworker sollten ein Sprachrohr der Jugendlichen sein und deren Interessen vertreten. Dennoch muss einem als Streetworker immer bewusst sein, dass Jugendarbeit immer unberechenbar ist. Kleinste emotionale Einflüsse können schnell monatelange und mühevolle Arbeit wieder zunichte machen. Deshalb dürfen bei dieser Arbeit auch keine Erfolgsquoten das Ziel sein, sondern immer der Aspekt der sozialen Arbeit im Vordergrund stehen.

Das könnte Sie auch interessieren:

Leave a Comment

{ 1 trackback }

Previous post:

Next post: